Farbeindringprüfung

Das Prinzip der Eindringprüfung

Im Gegensatz zu anderen Oberflächenprüfverfahren, wie der Magnetpulver oder Wirbelstromprüfung, kann die Eindringprüfung jedoch im Prinzip bei allen Prüfgegenständen unabhängig vom Werkstoff, angewendet werden. Hauptanwendungsgebiet sind die metallischen Werkstoffe, aber auch viele nicht metallische Gegenstände sind prüfbar, wie z.B. Kunststoffe (Verträglichkeitstest erforderlich).

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Die Eindringprüfung ist ein zerstörungsfreies Prüfverfahren, dass Materialtrennungen anzeigt, die zur Prüffläche hin geöffnet sind.

 

Geeignete flüssige Stoffe haben die Eigenschaft Oberflächen zu benetzen und in Spalten und Hohlräume einzudringen. Diese Fähigkeit nutzt man aus, um sehr enge, für das Auge unsichtbare Risse in Oberflachen von zu prüfenden Gegenständen sichtbar zu machen. Färbt man nämlich diese Flüssigkeiten ein und holt sie aus diesen Spalten mit einer Art ,,Löschblatt Effekt" wieder heraus, so hat man die Stellen, wo diese Risse liegen, auf der Oberflache markiert.

 

Kaum ein zerstörungsfreies Prüfverfahren wird so häufig angewendet wie die Eindringungsprüfung. Es stellt auch eines der einfachsten Verfahren dar. Aber gerade aus diesem Grunde wird es häufig unterschätzt.

Verfahrensschritte und Prüfsystem der Eindringprüfung

Jede Oberfläche, die mit dem Eindringverfahren geprüft werden soll, ist so vorzubereiten, das alle die Prüfung störenden Verunreinigungen entfernt werden (Vorreinigung, siehe Abb. A). Auf die vorbereitete Oberflache wird Eindringmittel aufgebracht und so lange dort belassen, bis es eventuell Materialtrennungen so gut wie möglich gefüllt hat (Eindringvorgang, siehe Abb. B). .Noch Ablauf der  Eindringdauer entfernt man das überschüssige Mittel so von der Prüffläche, dass diese zwar äußerlich sauber ist, in den engen Spalten aber die Flüssigkeit bleibt (Zwischenreinigung, siehe Abb. C). Im folgenden Schritt (Entwicklung, siehe Abb. D) holt man das Mittel durch Auftragen einer kreideähnlichen Schicht, dem Entwickler, wie mit einem Löschblatt wieder aus den Materialtrennungen heraus. Die anschließende Inspektion (siehe Abb. E) mit dem bloßen Auge des Betrachters löst eine zweidimensionale, vergrößerte Abbildung der Öffnung des engen Spaltes im meist weißen Entwickler erkennen. Zum Abschluss wird die Prüffläche gereinigt (Endreinigung, siehe Abb. F).

A Vorreinigung      B Eindringvorgang          C Zwischenreinigung

D Auftrag Entwickler        E Inspektion                     F Endreinigung

Denn prüfen heißt Sich-Sicher-Sein

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Auszug der Anwendungsbereiche einer Farbeindringprüfung

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Farbeindringprüfung

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zerstörende Prüfung

Bei der Prüfung nach dem Farbeindringverfahren von großen Bauteilen und Blechkonstruktionen nutzen wir die Vorteile der elektrostatischen Prüfmittelaufbringung. Die Elektrostatische Prüfmittelaufbringung gewährleistet eine gleichmäßige Verteilung des Eindringmittels bzw. Entwicklers auf der gesamten Bauteiloberfläche. Durch Einwirkung des elektrostatischen Kraftfelds wird das aufgespritzte Medium zwangsweise zum Bauteil gelenkt, wobei je nach Bauteilgröße eine gewisse Umschlingung erfolgt. Bedingt durch die Zeitersparnis und den geringeren Prüfmittelverbrauch, bei großen Bauteilen, kann eine Kostenersparnis von bis zu 30% erfolgen.

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